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15.09.2009, 14:53

EPOC - Der Schlüssel für Fitness, Fettabbau und Trainingsintensität

Hallo miteinander,

diesen Thread möchte ich für Informationen und Diskussionen über und um den EPOC-Wert eröffnen.


EPOC ist die Abkürzung für excess post-exercise oxygen consumption. Ich bin mir nicht ganz sicher, ob der EPOC im Volksmund "Nachbrenneffekt" genannt wird, weil der Wert selbst sich ja auf den Sauerstoffkonsum und nicht auf Nährstoffe bezieht.
Informationen im Internet sind leider rar gesäht und bekommen in der allgemeinen Sport- und Ernährungsberatung insgesamt wenig Aufmerksamkeit. Mein Wissen über den EPOC oder zu deutsch Sauerstoffschuld stammt leider nur aus dem Andro Artikel Hierarchie des Fettabbaus sowie dem deutschen und englischen Wikipedia-Artikel.
Der Artikel stellt kurzum die Bedeutung des EPOC für das Training beim Fettabbau in den Mittelpunkt und erstellt eine Hierarchie der Trainingstypen im Bezug auf diesen Aspekt. Für eine Diät werden also ausschließlich Widerstandstraining, sowie HIIT verschiedener Intensität angeraten.


Die Berücksichtigung des EPOC für ein diätunterstützendes Training zieht in der Tat derbe durch. Ich habe mich soweit es ging an das Training gehalten und die Hierarchie befolgt und damit (natürlich mit Diät und EP) innerhalb von 3 Wochen 5 Kilogramm abgenommen und 3 dieser fünf in den ersten 9 Tagen, als ich mein Sportpensum noch fast komplett durchziehen konnte.



Jetzt frage ich euch mal: Habt ihr weitere Erfahrungen und Wissen zum EPOC? Weiß jemand, wie man den Wert überhaupt bestimmen kann? (Blutprobe oder aufwendiger?)

Muskelratte

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15.09.2009, 15:10

Das ganze wird normalerweise über die verbrauchte Atemluft bestimmt.

Schau dir Basal metabolic rate bzw Resting metabolic rate genauer an.

Drei Studien von meinem Artikel
(4) Short-term sprint interval versus traditional endurance training: similar initial adaptations in human skeletal muscle and exercise performance
Martin J. Gibala, Jonathan P. Little, Martin van Essen,Geoffrey P. Wilkin, Kirsten A. urgomaster, Adeel Safdar, Sandeep Raha, Mark A. Tarnopolsky
(5) Impact of exercise intensity on body fatness and skeletal muscle metabolism.
Tremblay A, Simoneau JA, Bouchard C. (1994)
(6) Impact of high-intensity exercise on energy expenditure, lipid oxidation and body fatness.
Yoshioka M, Doucet E, St-Pierre S, Alméras N, Richard D, Labrie A, Després JP, Bouchard C, Tremblay A.
International Journal of Obesity (2001)

Wenn du unter BMR, RMR, Tabata, HIIT usw. unter google Scholar bzw. direkt auf pubmed suchst, findest du eine Menge mehr interessantem Zeug.
Glück ist kein Geschenk der Götter; es ist die Frucht einer inneren Einstellung.
Erich Fromm

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15.09.2009, 15:22

Tiptop! Vielen Dank erstmal, das ist ja eine Menge Futter. Mehr als mir die Dinge im Baukastenprinzip zu erklären, krieg ich leider nicht hin. Wenns zu biochemisch wird, bin ich schnell raus. Aber ich kämpfe;)

4

16.09.2009, 11:19

Studien dazu habe ich nicht, dafür reichlich Eigenerfahrung. :D Um einen nachhaltigen EPOC zu erreichen ist nicht nur die Intensität entscheidend, sondern auch das Volumen, um eine hohe 'Sauerstoffschuld' zu akkumulieren. Der EPOC nach Tabatas relativert sich bei mir z.B. immer recht schnell (< 1h), normales Lauftraining ist da schon effektiver und am besten hochvolumiges GK-Krafttraining im HST-Style, da man das im Bereich 5-15 RM auch über mehrere Stunden machen kann.

Die Frage ist, was einem das effektiv bringt. Klar kann man den Gesamtumsatz durch den EPOC locker verdoppeln, aber entsprechend mehr Hunger hat man auch. Und gerade nach einer hochvolumigen GK-Einheit ist ja ein akkuter Nährstoffbedarf gegeben, ob man dann ein 2000 kcal Minus fahren will halte ich für fraglich. ;)

Muskelratte

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16.09.2009, 14:28

rend hast du Mal MAT ausprobiert? Nach weniger als 5 Minuten hast du garantiert keinen Hunger mehr ;-)
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16.09.2009, 17:39

MAT ist ja in etwa das gleiche wie Tabata, oder? Klar hat man unmittelbar danach keinen Hunger, aber der kommt dann ja doch recht schnell wieder. Man kann ja net den ganzen Tag MAT machen, um den Hunger loszuwerden. :D

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16.09.2009, 18:45

Ich habe keine Ahnung was Tabata und MAT sind, daher kann ich da jetzt nicht mitreden. Also gehe ich richtig in der Annahme, dass man seinen EPOC wohl gewissermaßen "spüren" kann? Wenn das jetzt nämlich bloße Einbildung war, dann häng ich gleich im Keller:D.

Ich hatte meine Sporteinheiten in der Diät wirklich nach EPOC-Effektivität ausgerichtet und grundsätzlich die kurze Variante gewählt. D.h. ich habe nie länger als eine Stunde Krafttraining gemacht (Intensität war wegen der Diät einfach nicht so hoch, klar) und nie länger als 30 min auf Hometrainer/Spinningrad gesessen. Mein Trainingsstand ist jetzt auch noch nicht riesig. Ein Jahr Krafttraining und Kondition war ziemlich unten. Das muss aber unglaublich reingehauen haben, anders kann ich mir meine Gewichtsabnahme nicht erklären. Das Kcal-Defizit von meiner Diät war 200 bis 500 unter errechneter Erhaltsmenge für überwiegend sitzende oder leichte Aktivität.

8

17.09.2009, 17:30

Ich habe keine Ahnung was Tabata und MAT sind


Den Spaß will ich dir mal nicht vorenthalten. ;)

http://myogenic.de/wiki/praxis:tabata-protokoll

https://www.all-stars.de/Ern%C3%A4hrungs…n-Training.aspx

Ist also vom Prinzip her sehr ähnlich, zumindest bei mir aber für einen nachhaltigen EPOC nicht wirklich toll. Vielleicht kommt der Effekt hauptsächlich über die Adrenalin/HGH Ausschüttung.