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[Verletzung] Fragen zum Hexenschuss

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01.08.2010, 19:38

Fragen zum Hexenschuss

Hallo,

ich fang mal so an:

ich werd noch verrückt.

Ich hatte Ende letzten Jahres und Anfang diesen Jahres insgesamt drei Hexenschüsse – allesamt bei Hausarbeiten bzw. "Hygienevorgängen" (Regal umstellen, Zähne putzen, Mülleimer hochheben) geschehen.

Ich trainiere seit Jahren schon im Fitnessstudio. Trainiere dort allerdings "nur" "die großen 6" (Kreuzheben, Kniebeugen, Bankdrücken, Frontdrücken, Rudern, Klimmzüge). Darüber hinaus mache ich am Ende eines jeden Trainings sog. Core-Übungen. Also Übungen für den Rumpf (Bauch in seiner Gesamtheit, unterer Rücken, ...). Des Weiteren jogge ich drei Mal wöchentlich und fahre viel Fahrrad.

Ich hatte nie solche Symptome, Schmerzen, Vorfälle ... Dann auf einmal sozusagen gleich drei Mal.

Ich war bei mehreren Physiotherapeuten und Orthopäden.

Die Übungen, die ich von den Physiotherapeuten gezeigt bekommen habe, mache ich regelmäßig zu Hause (fast täglich!). Je nach Übung knackts dann auch regelmäßig im unteren Rücken. Besonders dann, wenn ich die linke Seite belaste. Wobei ich rechts auch beweglicher bin. Aber auch so knackts jetzt im unteren Rücken viel häufiger, als vorher, wenn ich mich bücke, wieder aufrichte, mich drehe, z. B. beim Autofahren ...

Der eine Orthopäde erzählte mir was von einer muskelbedingten Verletzung. Könnte so 4 – 6 Wochen dauern. Ein anderer Orthopäde renkte mich ein bzw. deblockierte mich, so, wies wohl richtig heißt?! Erzählte mir nichts von Hexenschuss, sondern was von einer Blockade im unteren Rücken (LWS-/ISG-Bereich?!). Der letzte verpasste mir einfach zwei Spritzen. Jeweils eine neben links und rechts der LWS. Die hat gleich mal überhaupt nicht geholfen und der "gute" Arzt schien mir sichtlich überfordert.

Wärmen sollte ich, was ich auch gemacht habe und gut tat. Aber irgendwelche Muskelsalben sollte ich dann wohl lieber nicht nehmen, da diese eher kontraproduktiv sind ...!?

Allesamt erzählten mir, dass ich, sobald ich wieder auf den Beinen bin, auch wieder trainieren darf. Solang dies im schmerzfreien Bereich geschieht.

Das hab ich dann auch gemacht.

Kreuzheben, Kniebeugen, Hyperextensions = die Übungen, die den unteren Rücken belasten, bereiteten mir keinerlei Probleme, solang ich diese in normaler Ausführungsgeschwindigkeit ausgeführt habe. Führte ich diese explosiv aus, "blitzte" es im unteren Rücken. Wenn ich Klimmzüge gemacht habe und mich anfangs der Übung ausgehangen habe, dann fühlte es sich ähnlich "schlecht" im unteren Rücken an.

Also habe ich diese Übungen auch erst einmal – sicherheitshalber – nicht gemacht. Die jetzt schon seit mehreren Wochen nicht mehr.

Doch ich habe noch immer Schmerzen. Zwar bei Weitem nicht mehr so extrem, aber sie sind noch vorhanden. Z. B. dann, wenn ein Masseur auf diesen unteren LWS-Bereich bzw. neben den unteren LWS-Bereich drückt. Oder auch mal, wenn ich lange gesessen oder gelegen habe und mich dann aufrichte oder mich (mit gebeugtem oder gestrecktem) Oberkörper nach vorne beuge. Oder wenn ich mich seitlich geneigt strecke.

Und, ich bin jetzt nicht wirklich viel schlauer, als vor diesen ganzen Terminen!

Die MRT-Aufnahmen nach dem ersten Hexenschuss zeigten eine regelrechte LWS. Also ist bzw. war alles altersgerecht normal. Kein Bandscheibenvorfall, kein eingeengter Wirbelkanal.

Was meint ihr? Was könnte das sein und was muss ich (noch) dagegen tun?

Wie lange können die Schmerzen noch anhalten?

Bitte um eure Ratschläge, "Tipps", "Tricks", ...

Vielen Dank.

Viele Grüße

2

01.08.2010, 21:58

hmmm...erinnert mich ein wenig an meine story...bin mal kopfüber von ner schaukel geflogen (3m höhe) direkt aufs schlüsselbein...kurz darauf (am nächsten tag) bin ich statt zum arzt zu gehen, in den urlaub gefahren...da hab ich dann erstmal nen krassen hexenschuss im nacken bekommen und konnte meinen kopf daraufhin ne komplette woche GAR nicht bewegen...bei jeder bewegung hats so tierisch gezogen, dass mir übel wurde...bin also die ganze zeit mit nem schiefen kopf rumgelaufen, habe heiße bäder genommen und massagen bekommen....
ich habe seitdem ich denken kann migräne...doch nach dem hexenschuss hatte ich nur noch verspannungskopfschmerzen...alle ärzte, bei denen ich war, haben nur nen kurzen blick in meine akten geworfen, gesehen dass ich unter migräne leide und direkt diese auch wieder diagnostiziert...als ich irgendwann wegen meinem handgelenk zum orthopäden musste, kam ich nur ins behandlungszimmer, gerade durch die tür maschiert, sagt der arzt: sie haben eine beckenfehlstellung und außerdem ist ihr kopf schief...ich daraufhin total perplex, drehte mich um, aber hinter mir stand niemand, woraufhin ich mich dann doch angesprochen fühlte...der arzt tastete meinen halswirbel ab und stellte fest, dass ich mir einen wirbel ausgerenkt habe...er renkte ihn mir wieder ein und verschrieb mir so ne art physiotherapie bei der mein kopf in intervallen langgezogen wurde...(+physiotherapie zu der ich nie gegangen bin :-D ich faule sau) ....seitdem hatte ich keine kopfschmerzen mehr (ihr müsst euch vorstellen was das für ein krass geiles gefühl ist nach 21 jahren wöchentlichen kopfschmerzen, keine mehr zu haben)...naja, das hielt ca 1 jahr bis ich mir nach hartem training und total versteiften muskeln beim chillen auf der coach gleich 2 wirbel ausrenkte...nachdem ich mir auch diese wieder einrenken ließ, habe ich mir schon wieder welche ausgerenkt, da ich meine muskeln zu sehr versteife durch training und nicht genug massiere...einrenken lassen ist dann immer so ne sache, je öfter man das macht desto schlimmer wirds...aber ich glaube Danny kann dazu mehr sagen...

also, genug von mir :-P ...mein fazit ist einfach, dass du deine wirbelsäule vll etwas öfter dehnen solltest (nicht vor dem training!) und evtl auch mal massieren lassen solltest bzw. dir nen foam roller (ich glaube so heißen die teile) anschaffen könntest mit denen du deine muskelknoten löst...benutzen sogar manche profibodybuilder....

3

01.08.2010, 22:10

... wirbelsäule vll etwas öfter dehnen solltest


Wie?

Mit welchen Übungen?


...???

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4

01.08.2010, 22:20

Also für mich hört sich das eher nach ISG an, als nach LWS, irgendeiner von den Orthopäden hat das ja auch gemeint, ne?

Normal ist das ein sehr straffes Gelenk u es macht nur Zicken, wenn es quasi "ausleiert", im Alter verknöchert es normalerweise, so das es keinen Stress mehr macht, das Gelenk ist für dir Bewegungen zwischen Darmbein u Kreuzbein verantwortlich u das einzige was mir einfällt um es zu "sichern" wäre die Kräftigung der hüftumgebenden Muskulatur, was du ja im BB eh schon machst, Problem ist halt, dass es eher bandhaft gesichert ist und somit eine Laxität nur suboptimal durch Muskulatur zu beheben ist.

Übrigens ist das eine Problematik die eher Frauen betrifft, aber keine Bange, ich hatte das auch schon :D

5

02.08.2010, 00:06

... wirbelsäule vll etwas öfter dehnen solltest


Wie?

Mit welchen Übungen?


...???
z.B:

Oberkörper nach vorne buegen und Rücken ganz rund machen

Zug der Hände an den Knöcheln kann die Dehnung verstärken

Langsam Aufrichten und dabei mit den Händen auf den Oberschenkeln abstützen

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6

06.08.2010, 09:38

hmm, ich denke ich wiederhole mich, wenn ich mich dazu wieder auslasse ^^ ich mach es einfach mal so, dass ich übungen als log oder auf meiner hp aufführe, die gut bei lws problemen sind. aufjedenfall zu den bauchmuskeln, auch die seiten und den unteren rücken stärken. bei interesse, ich habe bereits einen plan für meine kunden, einfach eine pm an mich mit deinem namen und der email und ich schicke dir diesen grundplan zu. achtung herr mod, dass ich keine werbung, nur ein hilfestellung von jemanden der selbst seit 17 jahren betroffen ist ;)

7

24.08.2010, 08:51

Hallo zusammen,

ich war gestern erneut beim Orthopäden und habe mich röntgen lassen, um Gleitwirbel auszuschließen.

Denn ... die Schmerzen halten an und werden sogar schlimmer.

Besonders beim Seitneigen, also wenn ich mich seitlich nach links und rechts neige. Es fühlt sich auch oft brennend an und seit dem ich öfter deblockiert wurde, knackts auch so öfter in der unteren BWS, oberen LWS, z. B. beim Auto fahren, wenn ich mich zum Rückfährtsfahren umdrehe ... Oder bilde ich mir das nur ein? Wenn ich länger gelegen oder gesessen habe, fühlt sichs so an, als wenn ich in diesem WS-Bereich steif wäre.

Die Röntgenbilder zeigen keine Gleitwirbel. Alle Wirbel in der LWS sind wohl auch zu 100 % in Ordnung, nur habe ich wohl einen Lendewirbel zu viel?! So habe ich das zumindest verstanden. Und dieser überflüssige Lendenwirbel bereitet mir wohl Probleme!? Mit diesen Röntgenbildern habe ich eine Überweisung in eine orthopädische Klinik erhalten – mit dem Auftrag:

"Spondylarthrose; Beckentiefstand li. 0,5 cm; Lumbosacrale Übergangsstörung; Facettensyndrom – siehe MRT- und Röntgen-Bilder; Facettensklerosierung?"

Nur, was das alles bedeutet ...?

Darüber hinaus habe ich mir den Arztbrief zu den damaligen MRT-Bildern geben lassen. Darin steht:

"Keine signifikante lumbale Bandscheibendegeneration. Keine Einengung des Spinalkanals. Geringe Spondylarthrose LWK 4/5 u. LWK 5/SWK 1 mit leichter Einengung der Neroforamina. Sonst unauffälliger Befund. Unauffällige paravertebrale Weichteile und ISG."

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8

24.08.2010, 09:28

Hast einen leichten Beckenschiefstand, den man aber sicherlich mit einem Ausgleich im Schuh beheben kann. Spondylarthrose, sind Veränderungen an der Wirbelsäule die nicht wieder rückgängig zu machen sind (Degenerativ). Spinalkanal (Spinalnervenkanal), in dem Laufen alle Nervenstränge durch. Durch einen Vorfall oder eine Vorwölbung, kann es passieren das eine Bandscheibe auf einen Nerv drückt und die Symptome ausstrahlen. Oftmals im Lendenwirbelbereich (LWS), daraus resultierend sind z.B. Sensibilitätsstörungen im Bein und eine Peroneus Heberschwäche. Wenn geschrieben wird, Facettensyndrom, werden die Nerven wohl schon mal gereizt worden sein, somit scheint wohl anhand des Bildes etwas ersichtlich zu sein, dass etwas in den Kanal rein drückt. Lumbosacrale Übergangsstörung auch Schmetterlingswirbel genannt, da gibt es verschiedene Indikationen. Aber eine Möglichkeit könnte sein dass der Übergang der Lendenwirbelsäule (Lumbo) auf das Kreuzbein (Sacral) nicht stimmig ist, das Beschwerden nach sich zieht.

Alles in Allem, mach Dir keinen zu großen Kopf. Fast jeder Zweite hat heutzutage Beschwerden. Nur sollte man bei solchen Symptomen, gewisse Übungen meiden. So wie auch ich Kreuzheben, Kniebeugen meiden muss ^^. Drücke Dir die Daumen, dass es mit einer Einlage besser wird und Rückenschule Dir weiter hilft. Ich lebe damit seit meinem 16 Lebensjahr gut und ohne jegliche Einschränkungen. Hoffe Dir damit Deine Fragen ein wenig beantwortet zu haben!?

9

24.08.2010, 09:53

Ja, ich habe Fersenkissen verschrieben bekommen. Zwei Stück sollen ca. 27 € kosten. Mal sehn, was die KK übernimmt?! Alleine durch diesen kleinen Beckenschiefstand können solche Probleme hervorgerufen werden?

Der Orthopäde sagte was davon, dass ich evtl. in der Klinik irgendein "Zuckergemisch" gespritzt bekommen könnte ..., welches zur Besserung beitragen kann.

Spondylarthrose sei ja glücklicherweise nur sehr gering und es liegt keine Spinalkanalstenose im LWS-Bereich vor. Aber diese Veränderungen können z. B. durch Kreuzheben und, oder Kniebeugen hervorgerufen, beschleunigt, verschlimmert worden sein? Oder durch diese Übungen noch schlimmer werden?

Sensibilitätsstörungen habe ich keine!

Was ist denn bitte eine "Peroneus Heberschwäche"?

Was hab ich dann bloß verstanden? Von wegen einen Lendenwirbel zu viel?!

Kann man den Übergang zwischen Lumbo und Sacral ausgleichen, verbessern ...?

Rückenschule/Gesundheitssport, der wohl von der KK übernommen wird, werde ich gleich morgen in Angriff nehmen.

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10

24.08.2010, 10:08

Peroneus Heberschwäche - Fußheberschwäche. Es gibt Menschen die haben einen Beckenschiefstand und keine Auffälligkeiten. Andere wiederum bekommen dadurch Probleme. Du kannst durch die Rückenübungen und danach die Schule, in der Dir gezeigt wird, wie man zu sitzen, aufzustehen hat etc., Schmerzen lindern und auch ganz beseitigen. Wichtig ist, dass Du auch wenn Du Beschwerdefrei bist, weiter mit den Übungen machst. Ich mache die Übungen immer mit dem Bauchprogramm zusammen. Nimmt vielleicht zehn Minuten mehr in Anspruch! Du fragst wegen ausgleichen?! Ich bin kein Arzt, ich kann Die lediglich meine Erfahrung mitteilen und Empfehlungen aussprechen. Generell geht man aber heutzutage von Rücken OP´s weg.

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