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30.07.2011, 10:24

Fragen zur Knochendichte

Hallo zusammen,

je schwerer das Training bzw. je schwerer die Gewichte beim Training desto dichter werden die Knochen, oder!?

Aber wenn man als Normalo kein schweres Training (Kraftdreikampf, Gewichtheben, Bodybuilding) macht, braucht man doch auch nicht dichtere Knochen, oder!?

Damit will ich sagen, wissen, dass sich der Körper, die Knochen, die Wirbelsäule an die Kräfte anpassen, die regelmäßig entstehen, ob jetzt durch Training oder durch die tägliche (Haus-)Arbeit.

Sprich, wenn ich nie im Leben Gewichtheben machen möchte, brauche ich auch nie im Leben die Knochendichte eines Gewichthebers, oder!?

Leben Menschen, die wegen ihres Trainings eine höhere Knochendichte haben, bzgl. dessen auch "gesünder"? Sind die weniger anfällig was ihre Knochen betrifft? Brechen deren Knochen schwerer? Sind solche Leute weniger von Osteoporse betroffen? ...???

Bitte um eure Antworten.

Vielen Dank im Voraus.

Grüße

DU

2

30.07.2011, 10:27

Woher hast Du nur immer diese Fragen :D
Lieber zwei Ringe unter den Augen als einen am Finger.

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3

30.07.2011, 10:30

Woher hast Du nur immer diese Fragen :D



Mich beschäftigt sowas halt ... ;-)

endzeit

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30.07.2011, 10:40

Du könntest eigentlich einen eigenen Thread aufmachen: "Der Unbeugsame fragt", damit hier nicht hunderttausend einzelne Threads von dir Rumflattern. :)

Btw. Hast du schonmal nachgeschaut, in welchem von den drei Foren, (oder sind's sogar noch mehr :D ) in denen du deine Fragen postest, du die qualitativ hochwertigsten Beiträge bekommst? ^^
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Richi88

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30.07.2011, 11:40

Soweit ich weiß passt sich die Knochendichte mit der Zeit an die Belastungen an, sprich der Knochen wird dichter.

Davon kann man dann ggf. auch im Alter profitieren....Stichwort Osteoporose.

Das Risiko für das Krankheitsbild wird (glaube ich) nicht vermindert, aber dadurch das der Knochen wesentlich mehr Substanz hat ist der Verlauf wesentlich flacher.
everyone wants to be a bodybuilder,but nobody wants to lift that heavy ass weight!!

6

30.07.2011, 12:13

Absolut richtig. :thumbup:
Perle, vor die Säue geworfen werden.

7

04.08.2011, 09:17

Das Risiko für das Krankheitsbild wird (glaube ich) nicht vermindert, aber dadurch das der Knochen wesentlich mehr Substanz hat ist der Verlauf wesentlich flacher.
Kann man so stehen lassen. Knochen wie auch Knorpel brauchen Druck als Erhaltungs-/Wachstumreiz.. also je mehr Druck, desto größer der Erhaltungsreiz.
Wichtig ist natürlich auch eine ausgewogene Ernährung. Für Osteoporose liegt aber glaub ich auch eine gewisse erbliche Dysposition vor (aber nagelt mich nich drauf fest :D) sprich jeder kanns kriegen, aber ob is immer individuell verschieden. Im Alter bauen die Knochen eh ein bisschen ab, aber nicht jeder bekommt Osteoporose.


Der typische Osteoporosepatient ist weiblich, weiß , um und bei 50 Jahre alt, hat mindestens 2 Kinder und diese auch gestillt.

Also wieder mal ein Krankheitsbild wo wir Männer eigentlich gut bei wegkommen :D

Mika

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04.08.2011, 10:53

Die Knochendichte nimmt mit steigender Belastung zu. So, wie bei einem Muskelkater die Fasern Mikrorisse erfahren, welche anschließend geheilt werden, so werden im beanspruchten Knochen neue Calciumverbindungen geschaffen, poröse Bereiche gefüllt bzw. Mikrorisse geheilt sowie verstärkt!

Schaut euch z.B. einmal die Videos dieser Reihe an, besonders die Abschnitte mit den beiden Jungs, die durch die Eisblöcke laufen!
Ab 4:28

hier gehts weiter

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Mika« (04.08.2011, 10:59)


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05.08.2011, 06:27

Ich muss nochmal nachhaken:

wenn ich jetzt z. B. Klimmzüge mache und nur bis 12 Wiederholungen schaffe, dann trainiert das die Hypertropie, ich erreiche also mit dem Training ohne Zusatzgewicht eine höhere Knochendichte, oder!?

Wenn ich jetzt z. B. Liegestütze mit erhöhten Beinen auf einem Pezziball mache und nur 12 Wiederholungen schaffe, dann trainiert das die Hypertropie, ich erreiche also mit dem Training ohne Zusatzgewicht eine höhere Knochendichte, oder!?

Wenn ich jetzt z. B. "Liegestütze im Handstand" mache, um die Schultern zu trainieren (umgekehrte Military Press mit Körpergewicht) und nur 3 Wiederholungen schaffe, dann trainiert das die Maximalkraft, ich erreiche also mit dem Training ohne Zusatzgewicht eine höhere Knochendichte, oder!?

Wenn ich das richtig verstanden habe, dann kann man also auch mit Übungen mit dem eigenen Körpergewicht bzgl. Muskel-/Kraft-/Gewichtetraining eine höhere Knochendichte erreichen

Mika

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05.08.2011, 14:47

Tipp: einfach mal Recherche im Netz betreiben! ;)
http://scholar.google.de/scholar?q=Belas…s=1&oi=scholart

https://www.thieme-connect.com/ejournals…/s-2008-1037409

"An einem Dual-Energie-Absorptiometer (DEXA ODR 2000. Fa. Siemens/Hologic) wurde die Knochendichte von (n=40) internationalen Spitzenathleten verschiedener Disziplinen (n = 28 Gewichtheber. n = 6 Boxer und n = 6 Profiradrennfahrer) gemessen.

Die Ergebnisse wurden mit den Werten von (n = 21) alterskorrelierten Freizeitsportlern verglichen. Die BMD der Gewichtheber war gegenüber den Kontrollen an allen Meßorten statistisch signifikant erhöht: LWS 23%. Hüfte 29%. Ward'sches Dreieck 46%. Auch die BMD der Boxer war erhöht, wenngleich nicht im selben Maße: LWS 17%. Hüfte 9%, Ward's Dreieck 7%. Bei den Radfahrern war eine Verminderung der Knochendichte im Vergleich zum Kontrollkollektiv zu verzeichnen (LWS 10%, Hüfte 14%, Ward's Dreieck 17%).

Unsere Ergebnisse zeigen, daß Trainingsprogramme mit hohen axialen Belastungen bei jungen Sportlern zu statistisch signifikanten BMD-Erhöhungen an Wirbelsäulen und Hüften führen können. Obwohl bereits bekannt ist. daß bei Ausdauersportlern die BMD rasch abfallen kann, war doch das Ausmaß der BMD-Verminderung bei den Radfahrern überraschend hoch."

Ergo:
hohe temporäre Belastungen = erhöhte Knochendichte
Vergrößert sich jedoch der Zeitfaktor kann sich auch bei absolut hoher Belastung die Knochendichte verringern!

Bei Ausdauersportarten ist die direkte Belastung auf den Knochen meist gering. Nimmt man dagegen Gewichtheben als Kraftsportart zum Vergleich, so sieht man dort eine hohe Belastung in einem kurzen Zeitraum.

Ich bin zwar kein Biologe/Mediziner, aber ich stelle mir in diesem Fall die Knochen wie Äste an einem Baum vor.
"Biegt" man die Äste oft hin und her, so sind/bleiben diese dünn und flexibel um sich stets bewegen zu können, was sich in einer geringeren aboluten Dichte wiederzeichnet.
Belaste ich den Ast stark und kurzzeitig durch einen Impuls bzw. Überbiegen, so entsteht ein größerer Schaden, der wiederum geheilt wird. Da die Natur sich anpasst und die Beanspruchung nur temporär eintritt, also Flexibilität eine geringere Bedeutsamkeit aufweist, als die Festigeit, so wird der Ast dicker und stabieler werden. Mehr/stärkere Pflanzenfasern = erhöhte Dichte bei angenommenem identischen Querschnitt. Deshalb ist der Stamm dicht und fest, die oberen Äste flexibel. Warum ist evolutionär bedingt wohl der Oberschenkelknochen dicker, als Elle und Speiche des Unterarm? Die Maximalbelastungen und Anforderungsprofile unterscheiden sich!

So wäre mein Gedanke!

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Mika« (05.08.2011, 15:09)