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13.03.2011, 23:53

Muskelabbau bei Cardio verhindern

Hallo,

nachdem ich nun einige Jahre meinen Fokus mehr oder weniger auf das reine (Masse)-Aufbautraining gelegt hatte, drängt es mich seit einiger Zeit, vermehrt meine Ausdauer zu trainieren.

Zu oft bin ich in den vergangenen Monaten an den Punkt gelangt, an ich nach dem Treppensteigen im fünften Stock erstmal eine ordentliche Atempause einlegen musste. :) Und das setzt sich in anderen Lebensbereichen fort. Nur beim Treppensteigen merkt man es am ehesten.

Zudem hat sich natürlich auch der Körperfettanteil im Laufe der Zeit erhöht. Auch nicht gerade etwas, das mich begeistert.

Jedenfalls habe ich nun wieder mit dem Laufen angefangen. Ziel sind drei bis vier Läufe in der Woche mit einem Gesamtumfang von 30-40 Wochenkilometern.

Jetzt stöhnen die richtigen Hardcore-Eisenschwinger natürlich auf: Viel zu viel Cardio. Mag sein, aber mein Ziel ist nicht mehr der reine Masseaufbau. Ideale verändern sich und mir ist inzwischen der sportlich, trainierte Körperbau ausreichend.

Natürlich möchte ich auch nicht sinnlos jedes Gramm Muskelmasse verheizen und frage mich nun, wie ich einen guten Mittelweg zwischen Masseerhalt/-aufbau und dem angestrebten Cardioumfang finden kann. Dass ich Masse einbüßen werde, steht natürlich außer Frage.

Sollte ich vor dem Cardiotraining BCAA einnehmen? Oder lieber danach? Bringen Proteindrinks etwas?

Wie sehen hier die Empfehlungen der Forenmitglieder aus?

  • »agbonlahor« ist männlich

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2

13.03.2011, 23:58

Also aus eigener Erfahrung kann ich sagen, viel Cardio und Masseaufbau behindern sich nicht.
Zumindest nicht bis zu einem gewissen Level, ich nehme aber an das du weder beim Bodybuilding noch beim Laufen Profiambitionen hast

Ich selber trainiere 4 mal die Woche im Studio, spiele 3 mal Basketball spiele meistens noch 1 mal die Woche Fussball und gehe laufen.
So lange du genug isst, solltest du keine Muskel Masse abbauen,sondern noch welche zunehmen können.

Am optimalsten ist Cardio morgens auf leeren Magen, da dort direkt die Fettreserven direkt angegriffen werden.
Hier würden sich BCAA's empfehlen, ich selber hab aber keinen Unterschied gemerkt ob die nun nehme oder nicht.

Ein Whey Shake + Dextrose ist sowohl nachm Kraftraining als auch nach dem Cardio sinnvoll, aber kein muss.

Meine ganz persönliche Erfahrung ist sowieso, dass solange du dich im Studio voll reinhängst und immer versuchst dich zu steigern du keine Muskeln abbauen wirst, solange du mit dem Cardio nicht völlig über die Stränge schlägst.
Guck mich an, Oberkörper V förmig
eine Faust zerberstet dein Lauchkörper zu Staubkörnern !

3

14.03.2011, 00:05

Das deckt sich mit meinen bisherigen Erfahrungen, die ich vor ein paar Jahren gemacht habe.

Profiambitionen habe ich nicht. Dafür bin ich eh schon zu alt. ;)

Leider ist es mir nicht immer möglich morgens laufen zu gehen bzw. manchmal habe ich einfach keine Lust morgens zu laufen. Letzten Sommer habe ich manchmal abends um 22 Uhr noch eine kurze Laufeinheit nach dem Krafttraining eingeschoben, weil ich das einfach als sehr angenehm empfand. Laufen ist für mich auch ein Stück Lebensqualität und das muss Spaß machen. Daher kann ich mir nicht vorstellen, nach striktem Plan zu laufen bzw. nur morgens.

Was ist über die "Stränge schlagen"? Mein Wochenpensum habe ich angegeben. Ist das schon über die Stränge geschlagen? Für manch einen ist das schon zu viel, für andere gerade mal ein Minimum.

Derwodais

unregistriert

4

14.03.2011, 00:09

Also ich denke 30-40 Kilometer pro Woche ziemlich fett, wenn du weiter ambitioniert trainieren willst.
Ich denke das wirst du nicht lange durchhalten.

Angenommen 3- 4 Tage 10 Kilometer...zusätzlich Eisen..bei deinem Gewicht wird dich das je nach Lauftempo nach 2-4 Wochen ziemlich aus der Bahn werfen fürchte ich.

5

14.03.2011, 00:23

Den Umfang von 30-40 km pro Woche halte ich bereits seit Januar und fühle mich durchaus wohl dabei. Davor war der Umfang verletzungsbedingt etwas geringer (drei Läufe mit ca. 25 km pro Woche).

Aber das ist es, was ich meine: Du findest die 30-40 km "ziemlich fett". Für mich sind weniger als 25 km einfach zu wenig. Die 30-40 km sind daher nur "knapp" über dem Minimum.

Bislang konnte ich keinerlei negativen Auswirkungen hinsichtlich der bewegten Gewichte feststellen.

Lediglich mein Körpergewicht hat sich um ca. 4 Kilo verringert. (Da sehe ich gerade, dass die 90 kg nicht aktuell sind, sondern 93 kg dort stehen müssten). Dazu habe ich einen deutlich besseren Schlaf und ein allgemein besseres Befinden.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »mala« (14.03.2011, 00:35)


6

14.03.2011, 07:16

Super jetzt fühle ich mich faul...ich bin auf meine 20km in der Woche schon stolz wie Oskar :D
Jedenfalls konnte ich bei dem Pensum noch keine negativen Effekte bemerken...bis zum Krafttraining sollten halt einige Stunden vergehen oder man machts an den trainingsfreien Tagen.

I_c_K

Eisenharter Wikinger

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7

14.03.2011, 07:25

Barrow, viel mehr als du lauf ich auch nicht ;)
Das größte Problem ist eigentlich auch nicht, dass sich beide Sportarten behindern, sondern z.T. das Zeitmanagement nicht immer ganz einfach ist :D
Und solange zwischen Cardio unt Training 5-6 Stunden liegen, ist das m.M.n. unproblematisch :)


Ziele:
Kreuzheben: 200kg (derz. 170kg x 2)
Kniebeugen: 170kg (derz. 150kg x 2)
Clean & Jerk: 110kg (derz. 90kg x 3)
Bankdrücken: 130kg (derz. 115kg x 1 )


Nervt der Helm mit den Hörnern nicht ziemlich beim Schulterdrücken?

8

14.03.2011, 07:53

Das schöne an Cardio ist ja eigentlich die zeitliche Freiheit...ob jetzt morgens nach dem Frühstück oder um 22 Uhr wenn man um 00 Uhr ins Bett will ist egal :)
Beim Krafttraining achte ich schon mehr drauf mit viel Energie ins Training zu gehen...also nach dem Frühstück und nicht unbedingt wenn ich die Augen grad noch aufhalten kann :D

Heiner65

Der Lehrer.

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14.03.2011, 08:10

Ich "jogge" zwar nicht, sondern bin nur flott mit dem Hund draußen im Wald. Aber auf 30 bis 40 km komme ich da wöchentlich problemlos. Da es teilweise wirklich gut bergauf geht, kommt die Cardio-Pumpe schon auf Touren. Regeneration heißt für mich dann auch nicht nur körperliche Erholung, sondern geistige Erholung vom Alltag. Ich kann da ganz für mich sein, kann über vieles nachdenken und muss mit keinem reden (außer mit dem Hund, aber der diskutiert nicht alles aus). Und wichtig ist auch, dass es draußen ist. Egal bei welchem Wetter. Zu Indoor-Cardio auf Laufbändern, Crosstrainer o.ä. könnte ich mich nicht dauerhaft durchringen. Im Winter findet Erholung noch dazu abends in der Sauna statt.
Das Gesamtpaket an Regeneration, der Spaß daran, das Genießen des Ganzen, all das wird sicher keinen Muskelverlust bewirken, sondern einen langfristigen gesunden Lebensstil aufrecht erhalten. Nur mit diesem ist mir dann "so nebenbei" überhaupt Muskelaufbau und -erhalt möglich.
Heiners Geschichte im Portal Aktuellstes Bild
Dorie zu Marlin:"Du kannst doch nicht zulassen das ihm nie etwas passiert, dann passiert ihm doch nie etwas!"

Richi88

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10

14.03.2011, 09:50

Ausprobieren, heißt das Zauberwort;)

Jeder Körper ist da invidivuell, mir wäre das Pensum zu hoch.

Einfach den Spiegel und deine Kraftleistungen im Auge behalten...wirst du stärker und wandelt sich dein Spiegelbild zum positiven verlierst du auch keine Muskeln.
everyone wants to be a bodybuilder,but nobody wants to lift that heavy ass weight!!

11

14.03.2011, 10:13

Die Frage ist auch, ob Muskeln wirklich zu 100% das wichtigste sind. Wenn dir Laufen so viel Spaß macht und das Krafttraining auch, bist du doch gut dabei :)
Motivation über einen langen Zeitraum ist doch alles in unserem Sport.
Ob du nun 300g weniger im Jahr aufbaust, dafür aber dich um Längen besser fühlst und nach ein paar Treppenstufen nicht wie ein Walross schnaufst.

Probiers aus und schau auf die langfristige Entwicklung :)

12

14.03.2011, 13:22

Super jetzt fühle ich mich faul...ich bin auf meine 20km in der Woche schon stolz wie Oskar :D
Ach was. 20 km sind doch auch in Ordnung. Mir ist es halt zu wenig. Meine kürzeste Strecke hat 6,5 km - für weniger gehe ich gar nicht erst vor die Tür.
bis zum Krafttraining sollten halt einige Stunden vergehen oder man machts an den trainingsfreien Tagen.
Ich arbeite zudem noch im Schichtdienst. Da ist es manchmal schwer, alles unter einen Hut zu bekommen. Meistens gelingt es mir aber, zwischen Laufen und Studio eine entsprechende Pause einzulegen.
Jeder Körper ist da invidivuell, mir wäre das Pensum zu hoch.
Das habe ich oben bereits geschrieben: Ich "brauche" irgendwie etwas ab 25 km pro Woche aufwärts. Alles andere ist mir zu wenig. Auch, was den Trainingseffekt angeht - der fehlt mir bei weniger Wochenkilometer.
Die Frage ist auch, ob Muskeln wirklich zu 100% das wichtigste sind.
Ganz klares Nein. Mir ist auch wichtig, dass ich nicht gleich bei jeder Anstrengung aus der Puste bin. Als reiner "Muskelklotz" hab ich einfach nicht das "Wohlempfinden", welches ich mir erwünsche.

  • »Favian5160« ist männlich

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14.03.2011, 13:31

Das Ganze steht in Abhängigkeit davon, was du körperlich erreichen willst.
Es ist selten, dass die wirklich guten Läufer auch die Halbgötter der Muskelschmiede sind.

Aber das scheint anhand deiner Ausführungen gar nicht nötig. Dir geht es um ein allgemeines Wohlbefinden. Einen ansehnlichen Körper.
Hier schliessen sich deine beiden Zielvorgaben wohl nicht aus.
Der Körper wird genau so viel Muskelmasse übrig behalten, wie er meint versorgen zu wollen bei dem Mehrabverlangen an Sport.
Da wirst du relativ wenig mit deiner Ernährung gegensteuern können.
Es kommt nicht darauf an, wie du es sagst, sondern wie es der Andere versteht.

*Gewinnen ist eine Sache der Einstellung*

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