Zitat
Sinnvoll sind also häufige
Änderungen der Körperposition während des Radfahrens.
Ergänzend dazu ist eine Verminderung der perinealen
Kompression durch eine effektive Sitzposition
sicherzustellen, so daß nur höchstens ein Viertel des
gesamten Körpergewichts auf dem Sattel lastet. Ausgedehnte
Ruhepausen während einer langen und anstrengenden
Fahrradtour sind sinnvoll, um ein peniles
Taubheitsgefühl und eine mögliche erektile Dysfunktion
zu vermeiden. Radfahrern, die auch gerne in der
Halle trainieren, empfehlen wir das „Spinning”, bei
dem während des Trainings viele Wechsel der Körperposition
vollzogen werden.
Sollte es trotz der oben genannten vorbeugenden
Maßnahmen zu gesundheitlichen Einschränkungen
im Genitalbereich kommen, empfehlen wir als Alternative
die Benutzung eines Liegefahrrades, um die Risiken
von Hypooxygenierung des Schwellkörpers und
einer Verminderung des penilen Blutflusses zu vermeiden.
Man muss also schon ein paar Kilometer aufm Rad zurücklegen, um wirklich Probleme zu bekommen.
Zitat
Kann man durch Radfahren impotent werden?
Ja, wenn man intensiv Radsport betreibt (300 bis 400 km pro Woche über mehr als 5 Jahre). Dabei werden durch Druck des Sattels auf Nerven und Blutgefäße Durchblutungs- und Empfindungsstörungen verursacht. Eine von der urologischen Abteilung der Universitätsklinik Köln durchgeführte Untersuchung ergab bei 1786 in Vereinen organisierten Fahrradsportlern ein dreimal häufigeres Vorkommen von Erektionsstörungen als bei gleichaltrigen Nicht-Fahrradsportlern.
Um Erektionsstörungen zu vermeiden, werden in dem unten aufgeführten Artikel von F. Sommer folgende Empfehlungen gegeben:
- Die Sattelspitze sollte leicht nach unten geneigt sein.
- Die Sattelhöhe sollte so eingestellt werden, dass die Beine nie völlig gestreckt sind.
- Alle 10 Minuten sollte eine stehende Position eingenommen werden, um den Blutfluss aufrecht zu erhalten.
- Es sollte ein breiter, gut gepolsterter Sattel (Damensattel) verwendet werden.